Haters gonna hate. Kurzum: Du kannst Menschen, die schlechte Vibes verbreiten nicht ändern. Auch nicht, wenn sie es auf deiner FB-Timeline tun.

Trotzdem kannst du mehr in deinem sozialen Netzwerk bewegen, als du denkst.

Ich selbst blogge seit über zwei Jahren über persönliche Weiterentwicklung, Meditation und Yoga auf Fuck Lucky Go Happy. Inzwischen helfe ich Menschen auch im Einzelgespräch und in Seminaren dabei, mehr Flow und Fülle in ihrem Leben zu empfinden.

In meiner Arbeit verlasse ich mich zielsicher auf das Gesetz der Resonanz. In Sachen Online-Hater bedeutet das: Wenn jemand im Netz schlecht über dich spricht, ist das eine Sache. Wenn es dich ärgert und du wütend auf die Person wirst, dann gibt es hier einen Resonanzboden in dir. Jemand drückt vermutlich gewaltig deine Knöpfe.

Neulich erwischte ich mich selbst dabei, wie ich mich von einen Blogbeitrag persönlich angegriffen fühlte.

Am liebsten hätte ich einen fiesen Kommentar hinterlassen und der Person unterstellt, dass sie doch nur neidisch, frustriert und generell das Letzte sei. Zum Glück kenne ich die Tricks meines Egos inzwischen ganz gut und weiß, dass es mich genau an diesen dunklen Ort des Gegen-Angriffs treiben möchte.

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Foto: Feral78  Lizenz: CC BY 2.0

Ich beschloss deshalb, meine Egomania-Notfallregel einzusetzen:

Ich nahm ein paar lange und tiefe Atemzüge und sagte mir innerlich, dass ich diese Situation aus einem liebevolleren Blickwinkel sehen will.

Es half! Und es passierte noch mehr: Ich lernte etwas Wichtiges über mich selbst. Was das war und wie du negative Kommentare für deine Selbsterkenntnis nutzen kannst, lernst du mit diesem Vier-Schritte-Programm.

Mein Vier Schritte-Programm zur Selbsterkenntnis:

#1 Schrei, so laut du kannst!

Versprich dir hier und jetzt ein für alle Mal, dass du auf Kommentare nie und never sofort reagieren wirst, wenn du emotional aufgewühlt bist. Stattdessen triff innerlich eine feste Verabredung mit dir, dass du dich dem Thema erst widmest, wenn du nach Hause kommst und etwas Zeit für dich selbst hast.

Jetzt setz dich hin, schließe deine Augen und lass alle Gefühle hochkommen. Sei richtig wütend und schrei oder weine, wenn dir danach ist.

#2 Stelle deinen Gefühlen eine Frage

Wenn du deine Gefühle so richtig schön hochkochen lassen hast, frage dich, was du jetzt lernen kannst. Mach dir bewusst, dass du nur dort angegriffen werden kannst, wo auch eine Angriffsfläche ist. Diese zeigt sich meistens durch intensive Emotionen.

Was ist es, das dich so wütend macht? Zweifelt jemand deine Meinung an? Dann bist du dir deiner vielleicht selbst noch nicht einhundertprozentig sicher. Stellt jemand deine Expertise in Frage? Dann bist du vielleicht selbst noch nicht ganz von dir überzeugt. Gefällt jemandem dein Instagram-Bild nicht? Dann bist du vielleicht zu sehr von der Anerkennung anderer abhängig.

Frage dich, was dich genau an dem Kommentar oder Feedback stört und schreibe es auf. Lass es richtig aus dir rausfließen, ohne Punkt und Komma. Dann schaue was du geschrieben hast und welchen Lebensbereich es betrifft und was es in dieser Situation für dich zu lernen gibt.

#3 Vergib und fahr fort

Bedanke dich innerlich bei deinem negativen Kommentator dafür, dass er dir hilft, deine blinden Flecken zu heilen. Denn genau das ist das Gesetz der Resonanz: Dinge, die wir von uns abspalten und nicht sehen oder fühlen wollen, projizieren wir auf andere. In dem metaphysischen Werk „A Course in Miracles“ heißt es dazu „Your projection is your perception“.

Erkenne den Kommentar, Artikel oder ein persönliches Feedback als eine wichtige Lerneinheit an, die dir hilft, zu wachsen.

Vergib dir selbst dafür, dass du die andere Person zu einem Monster gemacht hast und versuche sie so zu sehen, wie sie ist – als ein Mensch wie du und ich mit all seinen Sorgen und Problemen, aus denen die Negativität entspringt.

Mach dir klar, dass es nur dein armes Angst-Ego ist, das auf Gegen-Angriff schalten wollte. Akzeptiere es als solches und entscheide dich nochmals für einen liebevollen Blickpunkt: Schicke der Person gedanklich deine Liebe und dein Mitgefühl.

#4 Shine bright like a diamond

Auf unserem Blog Fuck Lucky Go Happy verirrt sich nur sehr selten ein böser Kommentar. Ich bin sicher, dass das daran liegt, dass wir nach diesen Prinzipien arbeiten, die ich hier mit dir teile.

Der wichtigste Part daran ist, sich seiner eigenen Macht als Schöpferkraft bewusst zu werden. Wir entscheiden in jedem Moment, mit jeder Geste, jedem Wort, jedem Gedanken, ob wir erschaffen oder zerstören.

Wenn du dich entscheidest, negative Botschaften auszusenden, sei dir bewusst, dass sie wie ein Bumerang zu dir zurückfinden. Wer selbst angreift, muss in der ständigen Angst leben, von Anderen angegriffen zu werden.

Deshalb prüfe jeden Beitrag und Kommentar, den du auf Facebook, Instagram und Co absetzt, von welchem Ort er kommt. Sucht vielleicht dein Ego nach Anerkennung und will ein paar Likes sammeln?

Oder kommt deine Botschaft von Herzen? Willst du andere inspirieren, bestärken, ein bisschen Licht in die negative Medienlandschaft bringen? Spür unbedingt in dich hinein, bevor du den „Posten-Button“ klickst.

Yogi Bhajan, der die Kundalini-Yoga-Technologie im Westen verbreitete, sagte immer:

„Spread the light. Be the lighthouse“. Oder um es mit Rihannas Worten auszudrücken: „Shine bright like a diamond“.

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Foto: surtr Titel: Jack of Diamonds + Bitches XX Lizenz: CC BY-SA 2.0

Fang jetzt gleich an und bring das soziale Netzwerk deiner Wahl zum Leuchten. Hinterlasse mindestens drei lichtvolle, aufbauende, wohlwollende Kommentare auf Instagram, Twitter, Facebook oder direkt unter diesem Artikel.

Shine bright and be the light!

Deine Franziska