Die Frage, was man braucht, um einen erfolgreichen Blog zu führen, ist eigentlich ganz einfach beantwortet: Leidenschaft. Leidenschaft für ein Thema. Leidenschaft für das Schreiben. Leidenschaft am Wachsen, an der Weiterentwicklung und daran, sich mitteilen zu wollen. Das sind schon mal die Grundvoraussetzungen. Und diese erfülle ich Alle.

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Aber Bloggen ist auch Arbeit und Wissen, und das durfte ich letzte Woche beim Workshop der erfolgreichen Bloggerin Christine Neder lernen. Natürlich kann ich nicht alles genau wiedergeben, aber folgende Punkte habe ich mir fett rot markiert und werde sie ab sofort immer beachten.

Punkt 1: Besser schreiben

„Schreibe kurz – und sie werden es lesen. Schreibe klar – und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft – und sie werden es im Gedächtnis behalten.“ Joseph Pulitzer wusste, wovon er redet. Beim Bloggen fangen gute Texte mit der perfekten Überschrift an. Sie muss neugierig machen, den Leser zum Klicken animieren, aber auch halten, was sie verspricht. Liefere einen Mehrwert und übertreffe die Erwartungen. Schreibe so bildhaft wie möglich. Die Leser brauchen ein Bild vor Augen. Verschwende keine Zeit für ausgenudelte Phrasen und Floskeln – und die Leser werden dich lieben!

Punkt 2: Die Heldenreise

Die Texte sind die wichtigsten Inhalte des Blogs, und ohne guten Content keine Leser. Einen Post kann man sehr gut mit der Heldenreise aufbauen. Jeder gute Blockbuster ist auf diese 12 Stufen der Heldenreise aufgebaut. Der Held folgt dem Ruf des Abenteuers, zweifelt noch mal an sich selbst und stürzt sich dann in das große Abenteuer. Dort trifft er auf Feinde, Freunde und Verbündete, die ihm helfen den Entscheidungskampf zu gewinnen. Am Ende kommt das Runde ins Eckige und das Auenland ist gerettet! 😉 Wer einmal weiß, wie eine Heldengeschichte funktioniert, wird Filme ganz anders anschauen.

Punkt 3: Bloggen bedeutet Fotografie beherrschen!

Schöne Fotos mit guter Bildqualität sind Pflicht auf einem Blog! Setzt euch mit der Kamera auseinander, lernt was ein Goldener Schnitt ist und achtet auf gerade Linien. Eine Positionierung des Hauptmotivs in der Bildmitte ist klar und direkt, wird aber auch oft als langweilig empfunden. Die Bildgestaltung und die Fotos auf dem Blog sollten zueinander passen und die gleiche Farbgebung haben. Hierfür empfehlen sich Bildbearbeitungsprogramme wie z.B. “Photoshop”.

Punkt 4: SEO – Suchmaschinenoptimierung – fürs Bloggen unerlässlich

Es gibt für SEO keinen Masterplan – sorry! Aber es gibt viele Tipps und Tricks wie der Content optimiert werden kann: Suche dir die passenden keywords aus, bevor du deinen Text schreibst. 
Wichtige Tools dafür sind der Google-Keyword-Planner, Google Suggest und OnPage.org. Diese Seiten helfen dir den Text so anzupassen, dass Google deinen Content beim Ranking bevorzugt. Formatiere deinen Text so, dass er schön zu lesen ist, setze die passenden Links und dann: teilen, teilen, teilen – auf allen Social-Media-Kanälen.

Punkt 5: Das Media Kit beim Bloggen

Jeder professionelle Blog braucht ein aktuelles Media Kit. Darin sollten die persönlichen Informationen und natürlich ein Foto des Bloggers zu finden sein. In dem Media Kit werden folgende Fragen beantwortet: Worüber schreibst du in deinem Blog? Wie hoch sind deine Klickzahlen? Welche Social-Media-Accounts hast du und welche Rahmenbedingungen für Kooperationen bietest du an? Falls schon Kooperationen stattgefunden haben, machen sich Beispiele gut. Alles sollte ansprechend gestaltet sein und das Design zum Blog passen.

Punkt 6: Bloggen heißt auch Agenturen kennenlernen

Die richtige Vermarktung des Blogs und die Außenwirkung gehören einfach dazu. Seid euch im Klaren darüber, welches Ziel ihr verfolgen und wie ihr euch präsentieren und vorstellen möchtet. Achtet darauf, dass die angebotenen Kooperationen zu euch und eurem Blog passen. Gegen die große Konkurrenz auf dem Markt könnt ihr euch nur durchsetzen, wenn ihr authentisch bleibt. Deswegen nicht vergessen: In Kooperation entstandende Artikel immer kennzeichnen.

Punkt 7: Facebook – Das A und O beim Bloggen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, etwas bei Facebook zu posten. Facebook bevorzugt direkte Inhalte, darum lieber ein eigenes Fotos hochladen, anstatt das Vorschaufoto des Links zu verwenden. Wann poste ich etwas? Recherchiere, wann deine Zielgruppe online ist. Je mehr Reaktionen dein Post in der ersten Stunde bewirkt, desto öfter und länger wird der Beitrag angezeigt. Wichtige Fakten dazu findest du auf deiner Facebook-Seite in den Statistiken. Denkt immer daran: Die besten Geschichten schreibt das Leben, und genau das will auch die Facebook-Gemeinde mitbekommen.

Punkt 8: YouTube

YouTube ist schon lange nicht mehr aus dem Leben wegzudenken – auch nicht aus dem der Blogger. Ein Editorial-Kalender hilft, Themen vor zu planen und sich einen Vorsprung zu verschaffen. Für die richtige YouTube-Nutzung kommst du wieder um das Thema SEO nicht herum. Die richtige Beschreibung deiner Playlisten ist unumgänglich, um überhaupt gefunden zu werden. Nutze außerdem das Tool YouTube-Analytics. Damit kannst du erfahren, wie dein Traffic zustandekommt und in welchen anderen Videos du vorgeschlagen wurdest? Beachte die sog. Goldfisch-Nutzer! Die reguläre Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer liegt unter 9 Sekunden. Heißt: Komm zur Sache! Die ersten fünf Sekunden eines Videos sind entscheidend beim Bloggen.

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Leider kann ich nicht in einen einzigen Artikel all das packen, was du im Workshop in zwei Tagen lernen würdest. Aber ich hoffe, du konntest ein paar einzelne Tipps zum Bloggen mitnehmen.

Der nächste„Blog up your life – Bloggen aus Leidenschaft“ Workshop findet im März statt und kann jetzt gebucht werden. Hier findet ihr alle Infos. 

Text: Nadine Luft