Yoga, Meditation, Qigong, schamanische Rituale und vielleicht sogar noch Tarot-Karten. Einige Menschen, die mit Spiritualität nichts am Hut haben und nur das glauben, was sie mit ihren eigenen Augen sehen, denken wohl: „Die spinnen, die Spiris!“ Denn nicht jeder hat einen Draht zu Chakren, Edelsteinen oder Spirits. Und das ist völlig in Ordnung. Missionieren ist generell großer Quatsch. Wer sich von Natur aus spirituell fühlt, wird früher oder später seinen individuellen Weg finden, diesen Part fest in sein Leben zu integrieren – in welcher spirituellen Praktik auch immer. Bei manchen geschieht dies bereits in der Kindheit, wenn die Intuition noch besonders ausgeprägt ist. Andere wagen erst im Laufe des Lebens – oft aus einer inneren Krise heraus – erste Schritte in die spirituelle Welt. Für ganz viele Menschen bleibt das Thema Spiritualität jedoch ein Leben lang ein Buch mit sieben Siegeln.

Das Zeitalter, in dem wir leben, führt allerdings immer mehr Menschen der westlichen Welt auf den spirituellen Weg. Denn ehemals sinnstiftende Lebenskonzepte wie „Ehe, Reihenhaus, Familienglück“ oder „Karriere über alles“ bilden für viele keine ausreichende Identitätsgrundlage mehr. Orientierung und Klarheit sind komplexer geworden in einer Welt, die mit all ihren Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung den ein oder anderen schier überfordert. Ist dann ein spirituelles Interesse vorhanden, stellen die spirituellen Lehren großartige Tools für ein glückliches, selbstbestimmtes Leben zur Verfügung.

Je simpler Spiritualität gelebt und praktiziert wird, desto authentischer ist sie. Reduziert man jene Lehren auf ihre Kernelemente, ja lauscht den Worten der großem Gurus, dann verblasst Eso-Faktor, der von einigen so kritisch beäugt wird.

Die Kernelemente von Spiritualität sind stets Freiheit, bedingungslose Liebe und reines Sein fernab des konditionierten Verstandes, der so sehr nach Erfüllung im Außen strebt und darin niemals Frieden findet. Freiheit, bedingungslose Liebe und reines Sein, die einen Zustand des absoluten inneren Friedens bewirken. Das dürfte wohl auch dem größten Spiri-Skeptiker den Wind aus den Segeln nehmen.

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Ein glückliches, selbstbestimmtes Leben wollen wir doch alle! Und obwohl Psychologie, Philosophie und Spiritualität als unterschiedliche Disziplinen verstanden werden, sind sie sich in ihrer Quintessenz doch erstaunlich nahe. Weil jedoch die Verpackung anders ist und Geschmäcker nun mal verschieden sind, findet dadurch jeder Glückssuchende seinen ganz persönlichen Weg, ein gutes Leben zu führen. Und dieser muss nicht immer spirituell sein.

Wir Spiris können uns drüber freuen, dass wir in der Spiritualität unser ganz persönliches Glücksrezept gefunden haben. Dabei kann es uns gänzlich egal sein, ob man uns dabei für verrückt erklärt oder nicht. Schlussendlich führen viele, für jedes Individuum völlig einzigartige Wege zum Ziel. Zum Ziel, ein liebevoller und zufriedener Mensch zu sein, der diese Welt ein Stückchen besser macht. Auf seine ganz eigene Art und Weise.

Live your naked self

Dein Ludwig