Bildunterschrift 1
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Werbung ohne Musik ist unvorstellbar. Doch warum ist der Song im Hintergrund so wichtig? Ganz einfach: Die Klänge emotionalisieren die Bilder und somit letztlich auch das Produkt. Um die richtige Musik für einen Werbeclip zu finden, gibt es sogar spezielle Agenturen. Aus Unmengen an Musik gilt es dann, den zu hundert Prozent passenden Song zu finden. Jenen, der die gewünschte Zielgruppe emotional berührt.

Für Musiker/innen kann ein Werbeclip ein massives Karrieresprungbrett sein, da ihre Songs plötzlich über viele Kanäle an potentielle neue Fans getragen wird. Innerhalb kürzester Zeit kann ein Song so Millionen von Hörern erreichen. Zwar mit der „Gefahr“, dass er sich zu sehr an ein Produkt bindet, aber das Risiko nehmen die meisten Künstler in Anbetracht des recht guten Budgets gern in Kauf. Positive Beispiele für den Erfolg dank Werbung sind zum Beispiel Empire of the Sun, Woodkid oder auch Aurora, deren kommerzieller Erfolg in Deutschland maßgeblich der Vodafone-Werbekampagnen zuzuschreiben ist.

Musiker und Werbung haben ein besonderes Verhältnis. Die Beastie Boys untersagen beispielsweise, dass ihre Musik für Werbezwecke genutzt wird. Atari Teenage Rio lizensierten hingegen einen ihrer Songs für eine Sony-Playstation-Vita-Werbung und spendeten das eingespielte Geld für einen guten Zweck.

Fakt ist, dass Werbung ohne Musik nur schwerlich funktioniert. Die gewählte Musik kann mitunter enormen Einfluss auf die Popularität des Werbeclips haben.

Gut nachvollziehen kann man die unterschiedliche Wirkung von Musik im Werbeclip The Kiss von Vodafone. Dieser wurde 2013 zwar immer mit den gleichen Bildern, aber drei unterschiedlichen Tracks gespielt. Während der Clip in Deutschland mit Capital Cities’ Safe & Sound unterlegt war, lief der gleiche Clip im UK mit Ludovico’s Einaudis Walk und in Rumänien mit Pinks Try. Aber überzeugt euch am besten selbst:

Vodafone – The Kiss (2013)

UK
Musik:Ludovico Einaudi – „Walk“

Deutschland
Musik: Capital Cities – „Safe & Sound“

Rumänien
Musik: Pink – „Try“

Von welcher der drei Versionen fühlt ihr euch am ehesten angesprochen?

Verratet es uns doch in einem Kommentar!