Kommt dir dieses Szenario bekannt vor?

Du schlenderst zu Fuß durch die Großstadt und bist mit deinen Gedanken ganz woanders. Du gehst deine To-Do-Listen durch, analysierst deine Beziehungen und siehst dich im Geiste schon die E-Mails im Büro checken. Im Kopf bist du scheinbar überall – nur nicht im Hier und Jetzt.

Dabei kann es ein nahezu meditatives Achtsamkeitstraining sein, bei jedem Schritt im Kiez den Fokus auf den gegenwärtigen Moment, auf die Umgebung und die Menschen zu richten. Belohnt wird man dann mit einem wahrhaft präsenten Großstadterlebnis. Und so manch witziger und aufrüttelnder Lebensweisheit, die in ihrer spirituellen Quintessenz oft mitten ins Herz geht.

Damit ihr wisst, wovon ich rede, möchte ich mit euch ein paar Herzensbotschaften teilen, die ich beim Pilgern durch Berlins Straßen mit meiner Linse eingefangen habe.

IAMOK

Die Invasion der „iAM OK“- Aufkleber nimmt kein Ende. Ein optimaler Reminder, wenn’s mal wieder mit der Selbstliebe hapert.

Gottisttot

Ich war’s nicht!

Aberglauben

Irgendein mitteilungsbedürftiger Spiri hat sich die Mühe gemacht, überall im Stadtgebiet die Mauern mit Weisheiten großer spiritueller Persönlichkeiten zu beseelen. Jedes Mal, wenn ich ein neues Plakat zu Gesicht bekomme, bin ich glücksselig wie ein Yogi auf Savasana.

Lovefear

Über das Design lässt sich streiten, doch die Message ist eindeutig. Jede Entscheidung, die du triffst, beruht entweder auf Angst oder auf Liebe. Ist wirklich so. Achte mal darauf!

Moment

Genau! #yolo würde mein pubertierender Cousin taggen. #kraftdergegenwart taggt der Spiri von heute.

Gays

Achte nicht auf den Sperrmüll, den viele Berliner auf die Straßen stellen. Achte auf das strahlende Fünkchen Wahrheit, das dir selbst im dreckigsten Kiez mit voller Strahlkraft entgegenschlägt.

Und welche spirituellen Gedanken gibt deine Stadt so her? Mit ein klein wenig Achtsamkeit lässt sich das Glück tatsächlich in den Straßen finden. Vorausgesetzt man öffnet sich den kleinen Freuden des Lebens.

Urbane Spiri-Grüße

Dein Ludwig

Bilder: Ludwig Schwankl