Einige fragen sich derzeit, warum so viele junge Männer aus Syrien flüchten, statt für Ihr Land zu kämpfen, und ob das nicht streng genommen Fahnenflüchtige sind. Ja, auch der rechtschaffene Deutsche hat natürlich zu hinterfragen, ob das alles mit rechten Dingen zugeht, oder ob sich da etwa jemand vor seiner potenziell tödlichen Pflicht drückt.

Ich selber verspüre zwar keinerlei Erklärungsbedarf dafür, dass Menschen aus einem Land flüchten, das gerade in Schutt und Asche zerbombt wird, aber sei es drum, die Frage „Deserteur oder Geflüchteter?“ steht wohl für einige im Raum wie ein Elefant, der sich nicht wagt, auch nur mit der Rüsselspitze zu zucken.

All den von Fragen Geplagten nimmt sich jetzt Ramo an. Der aus Syrien geflüchtete junge Mann erklärt anschaulich und einleuchtend, warum er jetzt hier und nicht länger in seiner Heimat lebt. Ramo ist syrischer Kurde und Araber – eine komplizierte Kombination. Aber lasst es euch am besten von ihm selbst erklären! Danke an den Bayrischen Rundfunk für den gelungenen Beitrag.

Headerbild: Screengrab aus dem Ramos Video