Wir Blogger sind schon ein komisches Völkchen. Vielleicht ist euch der ein oder andere schon mal im Alltag begegnet. Wir sind die, die ständig den Finger auf dem Auslöser der Kamera haben, oder stundenlang vor ihr umherspringen, und die, bei denen die Frage nach freiem WLAN immer am dringlichsten erscheint. Um uns selbst zu therapieren und euch ein Schmunzeln auf die Lippen zu zaubern, sind wir in der Redaktion mal ein bisschen in uns gegangen. Was sind eigentlich die lustigsten Verrücktheiten, die unseren Bloggeralltag bestimmen? Unsere Top 6 der lustigsten Verrücktheiten, die den Bloggeralltag bestimmen!

Blogger & Fotografie

Man kann es knallhart so sagen, wie es ist: Wir fotografieren uns im Arbeitsalltag dumm und dämlich. Die Grenze wird erst dann gezogen, wenn wir uns vom krampfhaften Starren durch die Linse irgendwann seekrank fühlen oder beim Filmen mal wieder so doll die Luft anhalten, dass wir fast blau anlaufen. Ein bisschen durchgeknallt ist das schon – und das wissen wir auch. Doch die Sucht nach dem perfekten Foto ist einfach größer. Und wer braucht schon Sauerstoff, wenn er DAS Foto schießen kann? Dafür bleiben wir dann auch gerne mal an unpassenden Stellen mitten im Weg dreißig Minuten lang stehen und ertragen die bösen Blicke so lange, bis wirklich kein Mensch, kein Hund und kein Piepmatz mehr im Bild zu sehen ist.

Blogger & Kleidung

Ich packe meinen Koffer und … da habe ich ein besonders nettes Beispiel: Ich und eine handvoll Sommerkleidchen flogen im Februar auf die Bahamas. Die Kleidung wurde natürlich vorher thematisch auf das Reiseziel abgestimmt. Was auf den Fotos oft niemand sieht, aber Tatsache ist: Bei uns geht es manchmal zu wie bei Germanys Next Topmodel. Wir machen uns in so einem Wetter-Notfall auch mal nackiger als es die Temperaturen eigentlich erlauben, halten durch und frieren uns den Hintern ab, bis das perfekte Strandfoto im Kasten ist.

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Blogger & WLAN

Ihr könnt euch die Szene so vorstellen: Bloggerin rennt in Afrikas Wüste auf der Spitze einer Düne in Namibia umher und wedelt wild mit den Armen in Richtung Himmel. Was sie wohl sucht? Das ist kein Spaß, hier geht es um alles, denn ohne Internet sind wir ziemlich aufgeschmissen und das geht gar nicht. Nicht wundern: Wir fragen nach dem WLAN-Code bevor wir jemanden „Hallo“ sagen. Die ersten fünfzehn Minuten wird dann auch kein Piep mehr gesagt; erst mal posten, E-Mails beantworten, Fotos checken – und dann ganz langsam wieder unseren Mitmenschen in der realen Welt widmen. #sorrynotsorry

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Blogger & „Fotografie“

Wir wollen nicht behaupten, dass nur wir selbst des Fotografierens mächtig sind. Auf keinen Fall ist das so! Aber ein dickes fettes ABER muss an dieser Stelle einfach mal gesagt sein. Aus unserer jahrelangen Erfahrung wissen wir: Bei einer Bitte nach einem Foto aus fremder Hand wird das Bild in 99 % der Fälle nichts. Warum – wissen wir auch nicht. Vielleicht ist das so ein Foto-Blogger-Hexen-Fluch-Ding. Es dauert meistens keine zwei Minuten, dann stellt der vermeintliche Fotograf auf Blitz um, nimmt die Kamera hochkant in die Hand oder schneidet uns mal ganz dreist den Kopf ab. Oftmals sind wir dann zu verschämt und zu höflich, um nach mehr als zehn Fotoversuchen, um ein weiteres Bild zu bitten. Deshalb bedanken wir uns lieber und machen uns schnell auf die Suche nach dem 1-%-Fotografen. Oder wir greifen zum guten, alten Selbstauslöser und … rennen.

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Blogger & skurrile Post

Nicht wenig Zeit am Tag verbringen wir damit, uns um die wirklich „wichtigen“ Dinge zu kümmern. Täglich kommen Anfragen rein, die bearbeitet und beantwortet werden wollen. Das ist wunderbar, wir freuen uns über jede einzelne E-Mail. ABER! Würdet ihr eure DNA an eine Buchungsplattform schicken? Oder Werbung für eine Uhr machen, in der Drogen geschmuggelt werden können? Hm, wir denken noch darüber nach.

Nicht selten verbringen wir auch unsere Zeit bei der Post. Pakete wurden uns mal wieder ungefragt zugeschickt und konnten nicht zugestellt werden. Da stellen wir uns dann „gerne“ mal über eine Stunde in die Schlange für ein Paket voll mit Entsorgungsbeutel für Tampons. Vielen Dank auch!

Blogger & Restaurants

Wenn ihr denkt, der schöne Platz im Restaurant am Fenster sei Zufall, dann habt ihr euch leider getäuscht. Wir reservieren mit eiskalter Berechnung den Platz am Fenster für bessere Fotos mit Tageslicht. Gelbstich in der Food-Fotografie ist weit verbreitet, das versuchen wir zu umgehen – Schokoladenpudding mit Gelbstich mag schließlich keiner. Und, falls ihr euch das schon immer gefragt habt: Ja, wir schämen uns beim Essen fotografieren im Restaurant! Aber wie sollen wir euch sonst die leckeren Tipps mitbringen? Wie nur?! Also Mund auf und durch! Bloggen ist schließlich kein Ponyhof.

Text: Nadine Luft