Immer wieder bin ich erstaunt über die Kreativität, die manche Menschen bei der Auswahl ihrer Instagram-Hashtags an den Tag legen. Das Ergebnis dieser erfinderischen Ausbrüche finde ich manchmal zum Schreien komisch, oft überflüssig und bisweilen richtig gut. Dann gibt es noch die Kategorie Hashtags, die auf den ersten Blick völlig absurd wirkt, auf den zweiten allerdings der eigenen Instagram-Reichweite einen ordentlichen Schub verpassen kann.

Wie man Hashtags richtig verwendet, hat meine Freundin und Blogfabrik-Buddy Franziska Schmid hier sensationell gut erklärt. Heute geht es um Hashtags, die Yogis verwenden können, um ihre Instagram-Posts in gute Gesellschaft zu bringen.

#yogaeverydamnday

Jedes Mal, wenn ich #yogaeverydamnday unter meine Posts setze, muss ich ein bisschen grinsen. Das „damn“ ist so prollig, und das mit dem „everday“ stimmt auch nicht immer. Trotzdem: Unter dem sehr beliebten Hashtag findest du meistens Asana-Inspiration in schönen Bildern und manchmal

#enlightenment

Den Erleuchtungs-Hashtag habe ich eigentlich zum Spaß in das Suchfeld eingegeben. Als ich dann entdeckte, dass es unter #enlightenment weit über eine Million Beiträge gibt, wäre ich fast vom Stuhl gefallen. Klar, Erleuchtung ist das Ziel aller yogischen Praktiken, aber wer traut sich, dieses große Wort unter so etwas Banales wie Instagram-Fotos zu setzen? Ich nicht, aber offensichtlich andere kluge Menschen. Zwischen Buddhas und Naturbildern gibt es Gedanken und Zitate, die den großen Hashtag erfrischend locker nehmen.

#badyogi

Den Hashtag #badyogi hat vor einigen Jahren die amerikanische Yoga-Lehrerin Erin Motz geprägt. Die Rotwein und Käse liebende Erin bezeichnet sich selbst als nicht-traditionellen Yogi und stellt die exklusiven Lifestyle-Zwänge, die wir oft in der Yogawelt finden, auf sehr unterhaltsame Weise in Frage. Inzwischen ist #badyogi zu einer Kategorie geworden, unter der du neben Erins Posts wunderbar imperfekte Yogis, jede Menge Humor und Ehrlichkeit findest.

Me today 😴 #badyogi #badyogisunite #coffeeholic #foodstagram @purewow

A post shared by Erin Motz (@badyogiofficial) on

#yogapose

Strike a pose, Baby! #yogapose ist ein genialer Hashtag, der ehrlich oder herrlich ironisch verwendet werden kann. Passt zu allen Asana-Bildern, vor allem als Ergänzung der spezifischen Asana-Hastags wie #inversions oder #backbends. Super aber auch zur „Couch-Asana“ mit Chips und Cola. Das wäre dann außerdem ziemlich #badyogi.

#spiritjunkie

Spiritjunkie – ein Wort, das ich nach vielen Jahren im Yoga- und Spiri-Internet nicht mehr hören und sehen kann, aber immer noch falsch schreibe: Sprit-Junkie. Sinn ergibt #spiritjunkie unter deinen Posts dennoch. Die Bestseller-Autorin und Mutter aller Spiritjunkies Gabby Bernstein hat einen Hashtag etabliert, der ein Sammelsurium für alles rund um New-Age-Spiritualität ist.

#truth #spiritjunkie #miraclesnow

A post shared by Jedrah Butler (@jedrahallen) on

#yogapants

Was ich von #yogapants halten soll, weiß ich noch nicht so recht. Einerseits findet man hier wirklich gute Yoga-Buxen. Andererseits auch ziemlich viele Ärsche, die nicht immer von yoga pants bedeckt sind. Das wissen meistens nicht nur die Yogis, deshalb würde ich diesen Hashtag nur mit Bedacht verwenden.

#yogachallenge

Jeder, der Yoga übt, weiß: Auf der Matte geht es nicht um Leistung. Als Hashtag ist #yogachallenge aber gar nicht so doof, vor allem für Yoga-Lehrende, die Anleitungen für Asanas oder Sequenzen posten. Oft gibt es unter #yogachallenge eigens für Instagram konzipierte Yoga-Programme, wie 21-Tage-Challenges oder Asana-Specials, mit denen du bestimmte Haltungen lernen und erkunden kannst. Zum Beispiel #journeytohandstand.

#meditation

Das Absurde an dem Hashtag #meditation ist, dass Meditieren von außen unheimlich langweilig aussieht, egal wie wild es sich innerlich anfühlen mag. Der Hashtag ist aber nicht nur wegen seiner Riesenreichweite interessant. Zwischen Quatsch-Bildern finden sich immer wieder Schätze, die daran erinnern, sich auf das Essentielle im Leben zu konzentrieren. Oft auf sehr humorvolle Art und Weise.

#yogadudes

Yeah, coole Jungs machen Yoga. Das ist die Botschaft, die #yogadudes transportiert und nicht oft genug gesagt werden kann. Der Hastags ist aber nicht nur für die Herren der Schöpfung interessant. Auch die Girls lieben es, sich durch eine Bilder-Kollektion aus schön anzusehenden, ästhetisch fotografierten Männerkörpern zu klicken. Oder?

#gayyoga

Obwohl #gayyoga vom Prinzip her total bekloppt ist, ist es mein Lieblings-Hashtag in dieser Liste. Bekloppt, weil es beim Yoga ja genau darum geht, Grenzen und Kategorisierungen aufzulösen. Toll, weil man unter #gayyoga super Posts und kaum Spam findet. Vielfältige und natürliche Bilder, die sehr ehrlich und pur wirken. Ich war gleich ganz verliebt in die Jungs. Mein schwuler Yoga-Freund meinte nur: „Heiß!“

PLAYFUL YOGA❤️ #yoga #gayyoga #gaycouple #husbands @sold_a_telly @petros_sp

Ein von Shira (@ilovgayboyfriends) gepostetes Foto am

Übrigens: Meinen Instagram-Account mit nicht immer perfekten Hastags findest du hier. Ich freue mich, wenn du vorbeischaust.

Titelbild: Björn Ewers / Studio 314