Schreiben bedeutet immer auch auswählen, besonders bei OHNE. Löschen, reduzieren, weglassen. Entscheiden, was gesagt werden muss. Und auf was man verzichten kann oder soll. Schreit doch die Pause oft lauter, als es Reizwörter oder Wendungen vermögen.

Aber wie geht man mit den eigenen Worten um. Besonders, wenn man so viele davon hat. Sie immer schnell vergisst. Sich freut sie unerwartet wieder zu treffen. In einem neuen Kontext, abseits der Gefühle oder Gedanken, aus denen sie geboren wurden. Und plötzlich mit der Frage konfrontiert ist: Welche Sätze passen überhaupt noch zu dem, was ich eigentlich ausdrücken will.

Deshalb sind die folgenden zehn Texte mit Vorsicht zu genießen. Sind sie doch Rückblick, Momentaufnahme und falsche Fährte zugleich. Verleiten so zu voreiligen Schlüssen, was OHNE ist, war oder einmal sein wird.