Die Zeiten, in denen sich Google durch gekaufte Links und die Anhäufung von Keywords beeindrucken ließ, sind längst vorbei. Mit billigen SEO-Tricksereien kann man heute höchstens noch unangenehm auffallen. Umso wichtiger wird künftig die aktive Vermarktung der eigenen Inhalte, sprich: Content-Marketing.

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In der Blogfabrik produzieren über 50 Kreative täglich frischen Content.

Links sind weiterhin die härteste Währung im Netz. Seit Facebook, Twitter und Co ist es jedoch schwer, an dauerhafte Backlinks zu kommen, um im Google Ranking nach oben zu klettern. Dass man heute mit Gastbeiträgen für andere Magazine am einfachsten an diese wertvollen Links kommt, hat Camilla in ihrem Beitrag letzte Woche bereits anschaulich erklärt. Darren McCowan zeigt, wie man in fünf einfachen Schritten an Gastbeiträge kommt und sich als Instanz zu einem Thema im Netz etabliert.

Du hast ein paar Gastbeiträge geschrieben und trotzdem verlinkt sie niemand? Life’s a bitch! Aber es gibt eine Lösung: Auch interne Links, die du selbst auf deine eigenen Artikel setzt, sind Content-Marketing. Je mehr Seiten intern auf deine wirklich wichtigen Inhalte verweisen, desto mehr Nutzer finden diese Inhalte und desto höher werden sie auch von Google bewertet. Wer mehr über diese effektive Strategie für bessere Rankings erfahren möchte, kann in meinem SEO-Blog nachlesen, wie man mit internen Links systematisch seinen Content sichtbar macht.

Keywords sind die Suchbegriffe, mit denen Nutzer deine Seite finden sollen. Aber was sind eigentlich gute Keywords? Das weiß natürlich niemand besser als Google selbst. Daniel Herndler hat einen lesenswerten Artikel über Keyword-Recherche mit dem Google Keyword Planner geschrieben. Google hatte kürzlich das beliebte Tool so umgebaut, dass die Daten fast unbrauchbar geworden sind. Die Entwickler des beliebten SEO-Tools Onpage.org haben einen Weg gefunden, trotzdem noch sinnvolle Daten aus dem Keyword Planner zu quetschen. Richtig eingesetzt, können sie die Chancen für gute Rankings in Suchmaschinen deutlich erhöhen. Zumindest für die zentralen Suchbegriffe der eigenen Seite sollte man sich diese Mühe mal machen.

Pokemon GO
Die Content Marketing Sensation 2016: Pokémon Go

Nach all den Zahlen und Daten schwirrt unser Kopf und wir spielen erstmal eine Runde Pokémon Go, um mal wieder an die frische Luft zu kommen. Aber Moment mal: Was ist eigentlich aus dem Mega-Hype der letzten Monate geworden? Der ist laut Barbara Kawa von XOVI absolut ungebrochen, nur berichteten die Medien nicht mehr so viel darüber wie zu Beginn der „Pokémania“. 93 Prozent aller Nutzer, die sich das Spiel heruntergeladen haben, also immerhin rund 7,1 Millionen Menschen alleine in Deutschland, sind immer noch aktiv und irren nach wie vor mit ihrem Smartphone bewaffnet durch deutsche Städte. Merke: Nur weil uns etwas nicht mehr auf allen Kanälen rund um die Uhr um die Ohren gehauen wird, heißt das noch lange nicht, dass sich das Thema erledigt hätte.

Zurück aus der frischen Luft machen wir uns wieder an die Arbeit und gehen in die Vollen: 365 SEO-Tipps hat Simon Griesser letztes Jahr getwittert. Jeden Tag einen. Seine gesammelten Werke sind jetzt auf seiner Homepage zu finden und bieten einen schnellen ersten Überblick zu allen Themenbereichen der Suchmaschinenoptimierung. Schließlich sind Tweets knackig und kurz zu lesen.

Wer sich partout nicht selbst mit kompliziertem SEO herumschlagen, aber seinen Content von Profis optimieren lassen möchte, findet bei der Agentur Aufgesang einen Überblick, was SEO-Agenturen eigentlich so kosten und was sie genau tun. Nur so viel: Billig wird das nicht. Aber der Effekt von strategischem Content-Marketing ist messbar und zahlt sich mit der Zeit aus. Selbst wer nicht viel Marketing-Budget hat, sollte es heute trotzdem in Erwägung ziehen, sich eine SEO- beziehungsweise Content-Beratung zu gönnen, und dafür lieber ein paar Anzeigen weniger zu schalten. Denn wer seinen Content im Netz sichtbar macht, kann mit organischen Rankings in den Suchmaschinen oftmals viel mehr erreichen, als mit jeder kurzfristigen Kampagne.