Ich war schon immer in Leonardo DiCaprio verliebt. Seit damals, als Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa im Fernsehen lief. Wie alle 13-jährigen Mädchen war ich ihm spätestens nach Titanic völlig verfallen, besaß später Catch Me If You Can als DVD und auch in Wolf of Wall Street himmelte ich ihn an. Mit seiner Dokumentation Before the flood hat sich Leonardo DiCaprio nun endgültig einen festen Platz in meinem Herzen erobert.

Seit 2014 ist er als sogenannter United Nations Messenger of Peace in der Welt unterwegs. Sein Anliegen ist es, möglichst viele Menschen auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen und das gesellschaftliche Bewusstsein dafür zu schärfen, jetzt etwas gegen die fatalen Folgen der Erderwärmung zu tun.

Zu diesem Zwecke hat DiCaprio in Kooperation mit National Geographic den Dokumentarfilm Before the Flood produziert. Darin reist er um die Welt und spricht mit führenden Wissenschaftlern und bedeutenden Politikern wie Barack Obama oder John Kerry, um ein Bild der aktuellen Situation in der Umweltpolitik zu zeichnen. Selbst eine Audienz beim Papst wurde ihm gewährt. Die (immer wieder) schockierende Wahrheit kommt zudem in starken Bildern zum Ausdruck, die uns zeigen, mit welch komplexem, aber vor alle dringenden dringendem Thema wir es zu tun haben.

Bis zum 6. November ist Before the Flood kostenlos und in voller Länge auf YouTube verfügbar. Dass die Veröffentlichung so kurz vor dem Wahlen in Amerika liegt, ist natürlich kein Zufall. Gut so, denn der Dokumentation gelingt es meiner Meinung nach wie kaum einer anderen, beim Zuschauer das Gefühl hervorzurufen, wirklich etwas verändern zu wollen.

Am Ende von Before the Flood bringt es Leo mit seinen eigenen Worten treffend auf den Punkt:

„The only thing we can do, is control what we do next. How we live our lives, what we consume. How we get involved. And how we use our vote to tell our leaders that we know the truth about climate change.“

Auch wenn wir bei den US-Wahlen am 8. November nicht in die Wahlkabine pilgern, gibt es einige Dinge, die wir sofort tun können.

3 Sofortmaßnahmen gegen den Klimawandel

Be up to date: Filme wie Before the Flood ansehen und mit dem Umfeld teilen.

Auch wenn wir es manchmal nicht mehr hören können und sehen wollen, ist öffentliche Aufmerksamkeit der einzige Weg zu einem politischen Wandel. Erst wenn es gelingt, auch die breite Masse zu mobilisieren, wird die Politik nachziehen.

Buy less: Alltagsentscheidungen neu bewerten.

Solange wir Produkte kaufen, in denen billiges Palmöl steckt, für dessen Produktion der Regenwald – quasi die Lungen unseres Planeten – gerodet wird, solange wird die Zerstörung des Regenwalds auch kein Ende nehmen. Es hilft schon die eine Tüte Chips, auf die wir verzichten, die eine Zugfahrt, die wir statt des Billigflugs nehmen, und das eine Oberteil, das wir vielleicht doch nicht in drei Farben kaufen.

Go vegan: Ernährungsgewohnheiten ändern.

Rinder in Massentierhaltung sind für zehn bis zwölf Prozent der CO2-Emissionen in den USA verantwortlich. Für uns heißt das: kein Fleisch. Im Film propagiert ein Wissenschaftler zwar, dass selbst der Verzehr von Hühnerfleisch klimatechnisch besser wäre und es der Umwelt schon helfen würde, wenn wir den Fleischkonsum verringern. Doch hier bleibe ich streng: Es geht nicht nur ums Klima, sondern auch um die Tiere. Wer Vegetarismus oder Veganismus nicht als Verzicht sieht, sondern als Möglichkeit, Wandel zu bewirken, trägt schon viel zu einer Verbesserung der Situation bei. 

Rein theoretisch ist es noch möglich, die Erde vor dem Untergang zu retten, sagen die Wissenschaftler. Theoretisch. Damit das möglich wird, müssen wir uns aber alle an die eigene Nase fassen. Also, los geht’s!

Headerbild: Leonardo Dicaprio by John Gillespie CC 2.0