Im Januar 2007 stellte Steve Jobs etwas vor, das unsere Leben und unsere Gesellschaft verändern sollte. Das Gerät wurde in drei Zeilen beschrieben: “ein iPod mit großem Screen, ein revolutionäres Mobiltelefon und ein Durchbruch unter den Internetkommunikationsgeräten” – das iPhone.
Zunächst dachten viele, Steve Jobs sei wahnsinnig, glaubten, Apple habe sich total verrannt. Ein Computer, mit dem man telefonieren kann und der gleichzeitig in die Hosentasche passt? Das kann doch nicht ihr Ernst sein! Zehn Jahre später ist das iPhone aus unseren Leben nicht mehr wegzudenken.
Aus heutiger Sicht ist das erste iPhone ein fast schon archaisches Gerät mit zu kleinem Screen und langen Ladezeiten. Doch vor zehn Jahren war es eine Revolution. Das iPhone hat zweifelsfrei unser Leben verändert und den Weg für Dinge geebnet, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind.

Hier sind die Top 5 der Dinge, die es ohne Steve Jobs Vision wohl nie gegeben hätte. Danke, Steve, und happy birthday, iPhone.

1. Instant Messaging
Wer erinnert sich noch an die Zeiten, als man eine SMS in 160 Zeichen drücken und für jeden einzelne zahlen musste? Das iPhone durchbrach nicht nur die Zeichenbeschränkung, es brachte uns auch iMessage und öffnete die Tore für WhatsApp, Viber und sämtliche andere Instant Messanger.
Was schwierig wurde: nicht erreichbar zu sein.

2. Maps
Ohne guten Orientierungssinn war man in den Prä-iPhone-Zeiten entweder verloren oder musste fremde Menschen nach dem Weg fragen. Da das iPhone Zugang zum Internet gewährt, kam mit ihm der persönliche Routenplaner in unsere Hosentasche.
Was man sich spart: Karten, Atlasse und den Mut andere nach dem Weg zu fragen.

3. Musik
Musik immer und überall. Egal was, egal wo. Das iPhone ebnete den Weg für Musikstreaming. Ein Leben ohne Spotify und Co ist kaum noch vorstellbar.
Was auch nicht mehr vorstellbar ist: CDs kaufen und Stille.

4. Fotos
Mit seiner hochauflösenden Kamera machte das iPhone alle zum Fotografen. Ein Gerät, das einst nur zum Telefonieren gedacht war, war plötzlich auch ein Highend-Fotoapparat. Der Weg für Apps wie Instagram und Snapchat war frei und das Leben konnte lückenlos dokumentiert werden. Das Zeitalter des Oversharings und der Egomanie begann.
Was man nicht mehr braucht: Digitalkameras und Fotoalben.

5. Nachrichten
Egal ob Nachrichten, Apps oder Twitter: Das iPhone macht ständige Informiertheit möglich. Endlich können wir die Geschehnisse in der Welt verfolgen, ohne vor dem Radio, TV, oder PC sitzen zu müssen.
Was es uns leider auch bescherte: Push-Notifications zu irrelevanten Dingen irgendwo in der Welt.

Es besteht kein Zweifel daran, dass das iPhone einen der größten technischen und sozialen Umbrüche des jungen Jahrtausends eingeläutet hat. Es hat vieles verändert, einiges verbessert, aber auch so manches ins Schwanken gebracht. Zehn Jahre nach seiner Einführung wird es Zeit, dass wir uns auf die positiven Seiten konzentrieren und lernen, mit den negativen umzugehen. Einen Weg zurück gibt es nicht mehr, aber es liegt in unserer Hand, ob wir immer erreichbar sind, ob wir unseren Orientierungssinn voll und ganz auf ein Gerät auslagern und ob wir am Oversharing teilnehmen. Denn eines hat das iPhone auch: die Möglichkeit, es abzuschalten!

Headerbild: Smartphone-Nutzer via Shutterstock