Achtung! Sei gewarnt, denn in diesem Text geht es um Nippel. Wenn du selbst ohne geboren und deshalb Angst vor Nippeln hast, dann schließe nun diese Seite.

Für alle anderen: Yay, es geht um Internet und Brustkörbchen, zwei unserer Passionen.

Wir alle haben den #freethenippel-Claim auf Instagram schon gesehen. Denn völlig zu Recht fragen sich große Teile der Community, warum weibliche Nippel rigoros zensiert werden, während männliche uns schräg von den Fotos anglotzen dürfen. Ist ja nicht ganz fair, ist ja nicht ganz zeitgemäß.

In den Instagram-Richtlinien liest sich das wie folgt:

„Aus verschiedenen Gründen ist die Darstellung von Nacktheit auf Instagram nicht zulässig. Das gilt auch für Inhalte, auf denen Geschlechtsverkehr, Genitalien und Nahaufnahmen nackter Gesäße zu sehen sind. Dazu zählen auch einige Fotos, auf denen Brustwarzen von Frauen zu sehen sind“

Okay, alles klar. Keine nahen Ärsche, keine Genitalien. Fair enough. Aber das mit den Nippeln? Hmm. Nee. Irgendwie nicht. Spiegel Online titelte neulich zum Thema: „Justin Bieber darf seinen Hintern und Oberkörper posten, aber Madonna muss ihre Brustwarzen zensieren.“ (Spannender Artikel, lest doch mal nach.)

Aber nun ist Licht am düsteren Horizont von Brustwarzen-Fans und Gender-Equality-Befürwortern: Der Insta-Account Genderless Nippels hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, die Nippelerkennungsmaschinen in den Wahnsinn zu treiben und das ganze Konzept der Zwei-Nippel-Gesellschaft in Frage zu stellen.

Die Nippel werden dort als Close-ups gezeigt und machen es ohne Referenz des Restkörpers ziemlich unmöglich zu sagen, ob es sich um weibliche oder männliche Nippel handelt. Insta drehte sofort durch und löschte einfach mal ein paar. Aber nicht mit dem Nippel-Verein! Denn der Algorithmus bannte versehentlich auch Nippel von Typen – und die sind laut Richtlinien ja total erlaubt.

Bleibt folgende Frage: „Instagram, you can’t even tell the difference between male and female nipples; who could!? So why even bother banning female nipples if they can be so similar?“

Was der Account wunderbar zeigt: Nippel selbst sind zwar vielfältig, einem Geschlecht kann man sie aber nicht so leicht zuordnen. Guckt mal selbst:

We were all humans until race disconnected us, religion separated us, politics divided us and wealth classified us.

Ein von Genderless Nipples (@genderless_nipples) gepostetes Foto am

Obscenely beautiful. 🙏🏼🌸

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Girls just wanna have fun-damental rights. 👊🏼

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If breastfeeding offends you, feel free to put a blanket over your head. 😏

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Equality is not up for debate, it’s an implicit truth. ✌🏼

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It takes a near act of rebellion for even a four-year-old to break away from society’s expectations. – Sheryl Sandberg

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We hate the word homophobia. It’s not a phobia. You’re not scared. You’re an a**hole. 🙌🏼💥🎨

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There is no wrong way to have a body. 🙌🏼 – Glenn Marla

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Man kann sie schön finden, man kann sie strange finden, Fakt ist aber: Die meisten von uns haben sie und die meisten von uns haben schon ganz früh an ihnen gelutscht. Und was soll überhaupt diese übertriebene und sexistische Prüderie-Nummer? Also: Get over it and #freethenipple

Wenn du selbst deinen Nippel (rechts oder links oder wo auch immer) zur Verfügung stellen möchtest, dann sende deine generöse Spende einfach an genderlessnipples (at) gmail (punkt) com. Die Community wird es dir danken.

You wanna be part of our change?! Send us that nipnip!🤘🏼💥💪🏼 (completely anonymous!)

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Text: Jule Müller #teamimgegenteil