Auch wenn ich in vielen Bereichen des Lebens nichts davon halte, mich selbst zu regulieren, so habe ich doch ein Prinzip, das ich niemals brechen würde: mich von niemanden tätowieren zu lassen, den ich nicht mag. Schließlich ist meine Haut kein leicht aus der Timeline zu eliminierender Haufen Pixel. Eine Künstlerin, die dabei ganz weit oben auch meiner Wunschliste steht, ist Simone Klimmeck. Das erste Mal habe ich Simone getroffen, als ich für die Material Girl „The Empowerment“ Ausgabe mit Berliner Kreativen über ihr Verhältnis zum Feminismus gesprochen habe. Danach folgten gemeinsame Drinks auf obligatorischen Events und intensives Social-Media-Stalking.

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Das daraus entstandene Bild zeigt einen spannenden Lebensweg, der sich von München über Stockholm nach Berlin zieht, mit interessanten Randcharakteren aus der Metalszene und einem Studio am Kottbusser Tor in Berlin, in dem ihre Illustrationen für Medien wie das Fräulein Magazin entstehen. Das Polyptychon ist damit längst nicht gefüllt: ihre Tattoo-Anfänge mit YouTube-Tutorials, die erfolglose Suche nach einem Studio, das sie ausbilden wollte, die ständige Rolle als Underdog, aus der Simone Klimmeck immer wieder und vor allem liebend gern ausbricht.

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Heute reist sie mit ihren Utensilien durch Europa. Ihr klarer Stil kommt an. Abbildungen von sezierten Organen, von Tieren und Pflanzen, artifizielle Darstellungen von Alltagsgegenständen, abstrahierte Illustrationen von Frauen – Simones Werke gehen in die Tiefe. In ihrer Kunst treffen Fantasie und Realität aufeinander, vereint in feinen Linien, Dotwork und schwarzer Tinte. Tinte, die hoffentlich bald auch meine Haut zu einem facettenreich Gemälde macht.

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Headerbild: Simone Klimmeck