Bei der riesigen Nachfrage nach Yoga-Retreats, Wochendausflügen ins Meditationskloster und anderen Treatments für Körper, Geist und Seele, könnte man meinen, wir hangeln uns von Ruhe-Insel zu Ruhe-Insel, um zwischendurch einigermaßen gut durch den Alltag zu kommen.

Doch ist das wirklich Sinn der Sache?

Ich glaube nicht. Glücklichsein im Yoga-Urlaub ist keine Kunst. Doch geht es bei der Suche nach dem Glück nicht um das Hier und Jetzt? Um den Moment? Ja. Zumindest, wenn wir den yogischen Schriften Glauben schenken. Dort heißt es, dass Unglück nur dann entsteht, wenn wir uns gedanklich in der Vergangenheit oder in der Zukunft befinden, also uns den Kopf über Dinge zerbrechen, die schon längst vergangen sind. Dinge, die wir ohnehin nicht mehr ändern können. Oder wenn wir uns sorgen darum machen, was möglicherweise eintreten könnte, es aber genauso wenig beeinflussen können. Die Lösung liegt also auf der Hand: Öfter im Hier und Jetzt bleiben.

Und da der aktuelle Moment bei den meisten von uns häufiger im Alltag als im Urlaub liegt, ist es sinnvoll, genau hier anzusetzen. Denn oft reicht es, ein wenig Achtsamkeit in seine alltäglichen To-Dos zu bringen.

Meine Top-3-Tipps für mehr Zufriedenheit im Alltag

  1. Setze eine Intention für den Tag. Deine Energie geht nämlich dorthin, wo deine Gedanken sind. Nimm dir morgens fünf Minuten, um dem Verlauf deines Tages eine Richtung zu geben und nur ein einziges Ziel zu definieren. Sage dir zum Beispiel: „Heute kümmere ich mich gut um mich selbst.“ Oder: „Heute verbreite ich gute Vibes!“ Erinnere dich im Laufe des Tages immer wieder an deine Intention und sorge dafür, dass es nicht nur beim Gedanken bleibt: Geh in Ruhe einen Kaffee trinken, lächle möglichst viele andere Menschen an und so weiter. Probier es mal zwei Wochen lang aus und schau einfach, was passiert!
  2. Stelle Fragen. Wenn dir diese Taktik neu ist: Vergegenwärtige dir, was dich gerade beschäftigt, oder worauf du aktuell keine Antwort weißt. Konzentriere dich auf die brennendste Frage und formuliere diese klar. Schreib sie eventuell auf und geh auf Zeichensuche. Du wirst erstaunt sein, wie sehr dir Dinge ins Auge springen, die zu deiner Frage passen. Vielleicht hast du sogar ein kleines Buch, in das du dir Notizen dazu machst. Schon bald wirst du Regelmäßigkeiten in deinen Aufzeichnungen erkennen und deiner Antwort ein Stückchen näher kommen.
  3. Bring Aufmerksamkeit in Tätigkeiten, die du ohnehin machst. Das heißt: no Multitasking. Wasche ab, wenn du abwäschst, trinke Kaffee, wenn du Kaffee trinkst und arbeite, wenn du arbeitest. Das klingt leichter, als es ist. Wenn dir zehn Minuten echte Achtsamkeit pro Tag gelingen, ist das schon ein toller Einstieg. Der Effekt gleicht dem einer Meditation.

Du siehst, man muss nicht gleich ins Schweigekloster, um mehr Flow ins eigene Leben zu bringen. Wenn man diese simplen Tipps befolgt, geht man automatisch mit offenen Augen durch die Welt und sieht überall auf der Straße wunderschöne Dinge.

Ich mag es, die Weisheiten, die mir im Alltag begegnen auf Instagram zu posten. Alle diese Fotos habe ich unterwegs in Berlin gemacht.

Für mich der Beweis: Das Glück liegt eben doch auf der Straße

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Für mehr Inspiration kannst du uns sogar dreifach auf Instagram folgen: Street-Wisdom findest du vor allem auf @fvckluckygohappy. Uns beide kannst du unter rebecca_fvckluckygohappy und franziska_fvckluckygohappy durch den Alltag begleiten.

Headerbild: KurzKarl unter CC BY-SA 2.0