Ich wusste schon länger: Es ist Zeit etwas zu ändern. Immer wieder habe ich die Stimme in mir gehört, doch ich ignorierte sie einfach. Was schließlich genau dazu führte, dass sich mein Leben in den letzten Jahren so grundlegend änderte… das kann ich gar nicht so genau sagen. Doch der Weg von der morgendlichen Zigarette, der Betäubung, dem ständigen Kloß im Magen war nicht einfach – er ist es immer noch nicht.

Entscheidung fürs Glücklichsein

Irgendwann, als meine innere Stimme immer lauter wurde, fand ich den Weg auf die Yogamatte. Die schon bald regelmäßige Yoga-Praxis löste etwas in mir aus: Neben der körperlichen Stärke, die ich dadurch entwickelte, fand ich immer mehr den Weg zu mir selbst. Ich hab angefangen, auf mich aufzupassen. Gut zu mir zu sein, damit ich es auch zu anderen sein kann. Ich habe begonnen, mir zu vertrauen. Meiner inneren Stimme. Sie spricht dauernd zu mir – auch, wenn mir nicht immer gefällt, was sie sagt.

Meine Reise zum Holy Ganga India

Denn die Veränderung ist nicht immer sacht und einfach. Es gibt Tage, da bin ich von meinem Tatendrang überfordert, von meiner Kreativität und dem Wunsch, auszubrechen. An anderen Tagen fühle ich mich verletzlich und klein. Doch meine Yogapraxis, vor allem die Meditation, hat mir zu einer Art Urvertrauen verholfen. Ich habe den Glauben an mich zurückgewonnen und daran, dass es uns allen zusteht, ein glückliches Leben zu führen. Ich habe mich für das Glücklichsein entschieden und verstanden, dass ich das Glück da draußen nicht finden kann, sondern nur in mir selbst. (Hier wird die Philosophie hinter Yoga aus verschiedenen Perspektiven erklärt!)

OK ist nicht gut genug für dich!

Warum gehen wir eigentlich immer erst mal davon aus, dass etwas nicht klappt? Vollkommener Schwachsinn! Diese Glaubenssätze sickern in unser Unterbewusstsein, und dann strahlen wir diese Zweifel aus. Der erste Schritt zum Glücklichsein ist die Erkenntnis, dass ein „OK-Leben“ nicht ausreicht und man sich damit auch nicht zufriedengeben muss. Was spricht dagegen, nach dem ultimativen Glück zu streben? Meistens ist es die Angst. Die Angst, etwas zu verlieren, etwas Sicheres aufzugeben, um nach Besserem zu suchen. Doch manchmal ist es gar nicht so schlecht, etwas zu verlieren. Möglicherweise ist es etwas, dass dir schon lange im Weg steht. Vielleicht ist es sogar genau das, was dich vom Glücklichsein abhält. Manchmal müssen wir loslassen, um Platz für Neues zu schaffen. Auch, wenn es wehtut.

Meine Yoga Praxis zu Hause. Bereits 10 Minuten können einen enormen Unterschied machen: Gönne dir die Zeit um zu atmen, deinen Körper sanft in Bewegung zu setzen und in der Stille zu sitzen – es lohnt sich.

Diese Tage des Umschwungs, der Veränderung und des Wandels sind intensiv und divers. Manchmal fühle ich mich beflügelt von den Möglichkeiten, die diese Welt für uns bereithält. An anderen Tagen überfordert es mich und ich brauche Ruhe und Stille. Dem Gefühl der Beflügelung wie dem der Überforderung gebe ich nach. Wenn ich Yoga unterrichte, teile ich diese Message. Dass es nicht um Selbstverbesserung geht, sondern um die Akzeptanz des Selbst. Und dann spüre ich, dass ich nicht allein bin mit diesen Gedanken, den Wünschen und dem Drang nach Leben und Liebe.

Lass dich treiben

Wie es weiter geht? Ich weiß es nicht. Ich traue meiner eigenen Kraft, lass mich treiben. Ich genieße dem Gefühl, dass sich etwas tut, sich etwas ändert, alles in Schwung gekommen ist und bin voller Freude darüber. In meinem Unterricht teile ich meine Reise mit den Schülern. Letztendlich sitzen wir doch alle im selben Boot, auf der Suche nach Liebe und Freiheit. Glaub an dich! Ich tue es jedenfalls.

Falls du etwas ändern möchtest, deine Neujahrvorsätze aber schon wieder vergessen hast, könnte dir dieser Artikel helfen: 5 Tipps, die dich am Aufgeben hindern!

Autorin: Anne Rühl