Der Geräuschpegel im Event Space der Blogfabrik senkt sich schlagartig, als die Leinwand aufleuchtet. Über 60 gespannte Gesichter wenden sich dem Sprecher zu, der jetzt ein Mikrofon in die Hand nimmt und damit den „Final Pitch“ des Ethereum Camps eröffnet. Das erste Team stellt sich zu ihm. Die fünf Hackathon-Teilnehmer wirken kaum nervös, dafür ein wenig müde. Kein Wunder, denn in den letzten Tagen wurde Schlaf zur unbedeutenden Nebensache – lieber tüftelten, bauten und besserten die Teams an der Umsetzung ihrer Ideen.

Der finale Pitch im Eventspace der Blogfabrik.
Der finale Pitch im Eventspace der Blogfabrik.
Die Kyptowährung Ethereum war Basis aller Projekte des Hackathons.
Die Kyptowährung Ethereum war Basis aller Projekte des Hackathons.
Die Teams bei der Arbeit.
Die Teams bei der Arbeit.
Der finale Pitch im Eventspace der Blogfabrik.
Die Kyptowährung Ethereum war Basis aller Projekte des Hackathons.
Die Teams bei der Arbeit.

 

 

IoT-Produkte verknüpft mit Blockchain-Technologie – ein automatisierter Traum

Ziel der Projekte war eine intelligente Verknüpfung von IoT-Produkten (z.B. Wereables) mit Ethereum. Mit Ethereum verknüpfte Services profitieren davon, dass Vorgänge vollkommen automatisiert ablaufen können. Drohnen würden dann, ganz ohne manuelle Steuerung, Ladestationen anfliegen und den Strom selbstständig mit Ether bezahlen.

Projektteams mit diversen Skills

Neben den Projekten bietet der Hackathon Platz um sich auszutauschen und zu vernetzen, erzählt Prof. Dr. Andranik Tumasjan, Mitgründer des Ethereum Camps. Der renommierte Blockchain-Forscher hat mit dem Hackathon ein Event initiiert, dass nicht nur auf Teilnehmer mit Coding-Skills abzielt, sondern auch Interessierte aus dem Business-Bereich dazu holt. „Das grenzt uns von anderen Hackathons ab“, so Tumasjan. Die Teilnehmer machen nicht nur eine einmalige Erfahrung, oft nehmen sie ganze Geschäftskonzepte mit nach Hause. „Es ist schon beeindruckend, was da in so kurzer Zeit geleistet wird“.

Prof. Dr. Andranik Tumasjan
Prof. Dr. Andranik Tumasjan
Beim Ethereum Camp wurde nicht nur programmiert, sondern richtig Hand angelegt.
Beim Ethereum Camp wurde nicht nur programmiert, sondern richtig Hand angelegt.
Prof. Dr. Andranik Tumasjan
Beim Ethereum Camp wurde nicht nur programmiert, sondern richtig Hand angelegt.

 

 

 

 

Außer der professionellen Betreuung der Projekte standen zahlreiche Keynotes und Workshops auf dem Programm. Themen waren neben Blockchain oder IoT auch Business-Gründung und Marktentwicklung. “Die Teilnehmer picken sich dann die Veranstaltungen heraus, die ihnen besonders nützlich erscheinen”, sagt Tumasjan. “So kann jeder das Maximum für sich aus der Veranstaltung herausholen.”

Heute Hackathon-Team, morgen Tech-Startup

Am Ende gehen die Teilnehmer mit vielen neuen Kontakten und einem Video zu ihrer Präsentation aus der Veranstaltung. Anschließend stehen alle in Gruppen, tauschen Nummern und stoßen auf die letzten vier Tage an. Für die meisten bedeutet es aber nicht das Ende des Projektes, sie wollen weiterarbeiten: “Nach den letzten Hackathons haben einige der Projektgruppen ein Startup gegründet.”, sagt Tumasjan. “Das wird dieses Mal sicher ähnlich sein – die Teams sind in diesem Jahr besonders motiviert!”

Hier könnt ihr bald Projektvideos sehen, die noch während des Hackathons aufgenommen wurden. Bis dahin seht ihr hier die Rückschau vom letzten Jahr:

 

Fotos: Erik Groß