Sarah Grote erzählt in ihrem Workshop über Corporate Design. Foto: Jule Müller
Sarah Grote erzählt in ihrem Workshop über Corporate Design. Foto: Jule Müller

Ein langhaariger Mann betrachtet die wilde südamerikanische Landschaft, dem Betrachter kehrt er den Rücken zu. Das Bild strahlt eine ungewöhnliche Ruhe aus. Es ist Frank von iHeartBerlin, der in den Wintermonaten der Kälte Berlins in die Sonne Argentiniens entflieht. Weil ich seinem Blog folge und mich ebenfalls regelmäßig aus Berlin in die Wärme träume, habe ich vor etwas über einem Jahr die Blogfabrik für mich entdeckt.

Kommunikation im Wandel

Kommunikation wandelt sich durch die Digitalisierung immer schneller. Nicht nur die Zielgruppen ändern ihr Mediennutzungsverhalten, auch Agenturen denken um und suchen nach Wegen, bewährte Stärken wie Storytelling oder gute Inszenierung in neue Formate zu übertragen.

Wie kann ich als Projektmanagerin und Beraterin diese neuen Formate nicht nur „kennen“ lernen, sondern aktiv umsetzen? Und meinen Kunden selbstbewusst raten, sich mehr zu trauen in den sozialen Netzwerken? Das möchte ich im Rahmen der CCW von vielen Praktikern lernen und mich vor allem für meine tägliche Arbeit inspirieren lassen.

Hands-On-Mentalität im Coporate Design Workshop

So bin ich heute hier gelandet, am ersten Tag der Content Creation Week. Irgendwo zwischen meinen laufenden Aufgaben aus dem Agenturalltag (mal schnell noch die Fotos aus der Postproduction in Mitte abnehmen, flux ‘ne Telko durchziehen) und der bunten Etage der Blogfabrik. Hier dreht sich bei meinem ersten Workshop alles um den Weg zum Corporate Design, kurz „CD“. Was diesen Workshop von vielen ähnlichen Formaten, beispielsweise Konferenzen, unterscheidet, ist die Hands-On-Mentalität.

Jeder kennt Plakate oder Flyer, auf denen die eigentliche Botschaft nicht zu erkennen ist. Alles geht unter in einem Wirrwarr aus Farben, verschiedenen Schriften und Themen, die alle gleichzeitig auf den Leser oder die Leserin einprasseln. Ein solches Plakat haben wir im Workshop gezielt auseinandergenommen und die einzelnen Informationen ganz praktisch durch Ausschneiden und Aufkleben nach ihrer Wichtigkeit sortiert. Im Anschluss diskutierten wir gemeinsam, was uns diese Plakate nun eigentlich sagen wollten. Auf den ersten Blick scheint das einfach. Doch wir alle haben letztlich unterschiedliche „Hauptinformationen“ identifiziert. Wir haben damit gemeinsam herausgearbeitet, wie unterschiedlich die Blickwinkel sein können.

Foto: Johanna

Stop-Motion-Videos mit dem Smartphone

Bei meinem zweiten Workshop stand das Thema Bewegtbild im Fokus. In Zweier-Teams entwickelten wir einen kleinen Stop-Motion-Film. Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, wie schwer es ist, einen Selfie-Stick wirklich fest auf einem Hocker zu befestigen! Denn schnell wurde klar: Wenn der nicht richtig fest ist, wird das mit unserem Stop-Motion-Video nichts. Gesagt, getan. Am Ende ist ein cooles Ding herausgekommen, dass ich leider – Agenturalltag – aufgrund eines externen Termins nicht mehr live erlebt habe. Morgen mehr zum Thema Bewegtbild, ich bin gespannt!

Bei Sebastian geht es um „Moving Images“ – in seinem Workshop darf man gleich selbst loslegen. Foto: Jule Müller

Autorin: Johanna

Johanna arbeitet seit mehr als sechs Jahren als Projektmanagerin in einer Berliner Agentur für politische Kommunikation. Sie möchte bei der CCW erfahren, wie sich gute Geschichten in noch besseren Content übersetzen lassen, auch für Organisationen und Institutionen mit kleinem Budget. Privat ist sie gerne bei Instagram unterwegs. Und in Berliner Photoautomaten.