Der erste Tag der CCW18 ist geschafft. Mir schwirrt der Kopf. So viel Neues. So viel Spannendes. Ich habe einen Crashkurs in SEO absolviert und gelernt, wie man noch bessere Online-Texte schreibt – natürlich ohne Clickbait. Und wie man gute Headlines verfasst, weiß ich dank Lars Wagner nun auch. Mit den Überschriften ist das nämlich so eine Sache. Die mögen mich nicht. Ich sie übrigens auch nicht.

Ich bin Judith und nehme euch als Stipendiatin der CCW18 mit auf die Workshops des zweiten Tages.

Als ich heute morgen um kurz vor zehn die Treppen zur Blogfabrik hochlaufe, kann ich schon im unteren Stockwerk ein Meer aufgeregter Stimmen hören. Die meisten sind schon da. Bevor es aber in den ersten Workshop geht, bleibt noch ein wenig Zeit – auch, um ein bisschen mit den anderen zu plaudern. Und für Kaffee. Erst mal Kaffee.

Für einen guten Start in den Workshop-Tag: Kaffee {Sponsored by CoffeeCircle} Foto: Jule Müller

Wieviele bin ich eigentlich?

Dann läutet die Glocke. Das Zeichen dafür, dass es jetzt losgeht. „Wer bin ich, und wenn ja, wieviele? Die eigene Marke mit Worten schärfen“ ist mein erster Workshop des Tages. Ulrike erklärt uns gleich zu Beginn, dass für eine Marke nicht nur das visuelle Branding zählt, sondern das Verbale ebenso bedeutend sei. Nachdem wir uns alle vorgestellt haben und sich Ulrike in beeindruckender Geschwindigkeit alle (wirklich alle!) unsere Namen gemerkt hat, geht sie ins Detail. Wie stelle ich die USP (unique selling point; Engl. für Alleinstellungsmerkmal) meines Unternehmens zusammen? Und wie hebe ich mich von anderen, die eventuell das Gleiche machen, ab?

Die Luft ist drückend heute, im Raum ist es stickig. Deshalb gibt es eine kurze Pause. 10 Minuten zum Durchatmen und um mit den anderen aus dem Kurs ins Gespräch zu kommen. Zurück im Raum bittet uns Ulrike, erst einmal noch stehen zu bleiben. Wir machen eine Übung! Ein bisschen Yoga zur Auflockerung und zur Dehnung der Wirbelsäule. So ist es, wenn man einen Workshop der Autorin des Yoga-Blogs „Fuck Lucky Go Happy“ besucht. „Nehmt die Arme hoch und zieht die Ellenbogen zusammen“ fordert sie uns auf. Nach dem überraschenden Yoga-Quickie beschäftigen wir uns wieder mit ernsteren Themen. Wir reden über Purpose und den Tone-of-Voice, den wir uns für die eigene Marke / das eigene Unternehmen vorstellen. Wir hören gebannt zu und auf einmal ist es 12.30 Uhr, Ende dieses ersten Workshops heute. Die Zeit vergeht hier wirklich schnell.

Alicia verschafft anhand Beispielen einen Überblick, wie gute Social-Media-Posts funktioneren. Foto: Jule Müller

Von Social Media Strategien, Zielgruppen und Micro-Influencern

Nach der Mittagspause beginnt schon der nächste Workshop. Claudio von der Blogfabrik holt uns ab und bringt uns zum „Social Media Bootcamp“. „Es wird hart, das versprech ich euch. Aber was ihr hier lernt, ist Gold wert“, gibt er uns noch mit auf dem Weg. Alicia steigt sofort ein ins Thema und erzählt uns, dass es viele Jahre dauern kann, bis man eine solide Basis an Followern aufgebaut hat. Und schiebt gleich noch einen Tipp hinterher: Sich für das richtige Netzwerk zu entscheiden, gerade, wenn man noch am Anfang steht, ist das Wichtigste. Lieber erst mal auf eins konzentrieren. Dann erfahren wir von Alicia auch noch, dass die Interaktion zwischen einer Marke und ihrer Followern das A und O ist. Eine Faustregel gibt es: Auf Nachrichten innerhalb von einer oder zwei Stunden antworten … Das sieht in der Realität aber meist anders aus. 10 Stunden sind da oft ganz normal. Notiz an mich: Unbedingt merken und besser machen! Der Workshop enthält eine Menge Informationen und endet natürlich nicht, ohne eine praktische Übung für uns. In kleinen Gruppen sollen wir uns die Social Media Strategie für ein fiktives Unternehmen überlegen und Ideen sammeln, was wir eine ganze Woche lang auf Instagram posten würden.

In der Pause vor dem letzten Workshop schaffe ich es endlich, etwas zu essen. Und auch die blaue Luftballon-Fotowand kommt zum Einsatz. Blogfabrikantin Lea macht von uns Stipendiaten Gruppen- und Einzelfotos. Natürlich mit Seifenblasenmaschine.

Alle CCW18 Stipendiat*innen versammelt – v.l Carl, Judith, Annik, Johanna, Ersad, Mara und Hannah.

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Dann wird’s ein bisschen hektisch. Wir sind spät dran. Der letzte Workshop des Tages sollte schon im Gange sein. „All the basic skills to make your blog or website look awsome!“ ist das Thema bei Barbara. Wir sitzen im Terrarium. So heißt der Raum in der Blogfabrik, in dem es am Heißesten ist. Die Fenster sind auf, doch innerhalb von wenigen Minuten tritt die Sonne an, dieses Versprechen zu halten. Da fällt das mit der Konzentration nicht mehr ganz so leicht.

Bei Barbara geht’s ans Eingemachte. Es wird technisch. Bei ihr lernen wir erst einmal was HTML ist und was CSS. Sie zeigt uns, wie man sich den HTML-Code einer Website ansehen kann und erklärt, was der Unterschied zwischen Headline-Tags und Div-Tags sind. „Do you have questions?“, fragt uns Barbara und sofort gehen drei Hände nach oben. Ja, es gibt Fragen. Viele Fragen.

Danach sind wir dran. Auf der Seite stilllife.blog können wir uns ausprobieren. Diese Überschrift hier soll ein bisschen größer, der Hintergrund dort braucht unbedingt eine andere Farbe und das Bild soll auch ein bisschen breiter werden. Am Ende des Workshops sind wir dann alle kleine Entwickler und können schöne Websites selber bauen. Hoffentlich. Von draußen dröhnt der Schall lauter Bässe einer Hinterhofparty bis in unseren Seminarraum. Ein guter Zeitpunkt, den Kurs zu beenden und für heute Feierabend zu machen.

Autorin: Judith Taudien

Judith schreibt schon ihr halbes Leben. Während der Schulzeit für die Lokalzeitung, neben dem Studium für verschiedene Berliner Tageszeitungen und Magazine und jetzt als Editor im Online-Marketing. Nebenher schreibt sie noch als freie Autorin über Musik und Bücher. Sie hofft auf der Content Creation Week genau die Tricks zu lernen, mit denen jeder Text noch besser wird.