Paul und Marlén im ersten Workshop. Foto: Jule Müller
Paul und Marlén im ersten Workshop. Foto: Jule Müller

Dienstagmorgen. Ich bin sehr früh aufgestanden. Nachdem ich gestern Abend zu der Eröffnungsveranstaltung gegangen und mich der Mix aus Vortrag, Diskussionsrunde und I-Slam beeindruckt haben, bin ich jetzt ein wenig nervös.

Ich komme viel zu früh in den gestern noch kleinen Veranstaltungs- und jetzt großen Aufenthaltsraum. Ich melde erst mich an, mache mir einen Kaffee und dann warte ich. Eine kleine Weile. Was ich wohl von meinem ersten Workshop zu erwarten habe.

Was Carl in diesem Workshop lernt, hättest du niemals gedacht!!1

Zwei der Mitarbeiter der Blogfabrik Marlén Jacobshagen, zuständig für digitales Marketing und Social Media, und Paul Fenski, Online-Redakteur, stellen mit „Mehr als nur Clickbait – Online-Texte für Profis und die, die es werden wollen“ vor, wie man gut und erfolgreich online-textet, ohne dabei dem „erfolgreich“ durch Clickbait nachhelfen zu müssen.

Die Zuhörergruppe ist beinahe überwältigend groß, doch Paul und Marlén leiten unaufgeregt durch den Workshop. Durch interessante Artikel, Aufgaben und Spiele regen sie gekonnt verschiedene Diskussionen an, welche übergangslos zu ihren Themen leiten. So analysieren wir die Struktur von Teasern und sehen, wie allein Gliederung und Zwischenüberschriften einen Artikel im Wesen verändern können, und und und…

Carl und eine andere CCW Teilnehmerin freuen sich über ihr Mittagessen. Foto: Jule Müller

Medium Podcast als Phänomen

Für mich sind solche großen Gruppen immer anstrengend, die kurze Erholungspause tut gut. Die Poke Bowl schmeckt auch, jetzt noch was zur Entspannung hören und alles ist perfekt. Am besten so etwas wie einen.. Podcast! Ja genau und als könnte es kaum besser laufen, handelt der nächste Workshop genau davon.

Fabian Tausch, Moderator des „Jungunternehmer-Podcasts“, welcher inzwischen einer Zuhörerschaft von über 500 Tausend in sich vereint, nimmt sich in seinem Workshop „Podcast Blueprint – in 2,5 Stunden zum eigenen Podcast“ einiges vor.

Podcast als comfortzone

Neben seinem Podcast berät Fabian Unternehmen in ihren Podcast-Bestrebungen. Und auch in diesem Workshop sind hauptsächlich Unternehmensvertreter anwesend. Daher stellt er zuerst klar, dass Podcasts für ihre Zuhörer vornehmlich Entertainment und Wohlfühlort sind, bei denen offensichtliche Produktwerbung gar nicht gut ankomme. Es gehe vielmehr um das Herstellen einer Bindung.

Schnell nachdem Fabian im Folgenden noch auf Mechaniken einer Podcast-Produktion eingeht, wie den richtigen Aufbau einer Folge, die Möglichkeiten, die sich durch Gäste bieten, und was beim Start eines Podcasts zu beachten ist, sind die zweieinhalb Stunden auch schon wieder vorbei.

Podcast-Profi Fabian Tausch in Aktion. Bild: Jule Müller

Ist Google undurchschaubar?

Zum Abschluss des Tages wird es nochmal technisch: „Crashkurs SEO – Was jede*r 2018 über Suchmaschinenoptimierung wissen sollte“ von Udo Raaf, Gründer des ersten deutschsprachigen Musikblogs tonspion.de und Berater von Unternehmen zum Thema SEO.

Sich mit SEO zu beschäftigen ist aus mehreren Standpunkten interessant. Beispielsweise um das eigene Suchverhalten besser zu verstehen: So klicken nur 0,9% aller Nutzer auf die zweite Seite einer Suche bei Google. Die Mitarbeiter im Sillicon Valley arbeitet ständig an der Optimierung ihrer Algorithmen, sodass keiner mit Sicherheit sagen kann, weshalb eine bestimmte Websites oben landen und eine andere nicht.

Mach es richtig und mach es nochmal

Laut Udo ist aber die Technik hinter der Website am wichtigsten. Google muss die Website vollständig und problemlos lesen können, damit sie hoch gerankt wird. Danach entscheidet das Zusammenspiel aus größtmöglicher Usability, der richtigen Verwendung von Keywords und einem intelligenten Design (Achtung: Mobile Kompatibilität!), sowie vielen weiteren Faktoren.

Zum Schluss lässt sich noch sagen: Auch wenn eine Website momentan viel traffic hat und gut programmiert ist, kann es sich allzu bald ändern. Deswegen gilt es Google zu imitieren und die eigene Website immer wieder zu analysieren und zu überarbeiten.

Bloggerin Vreni Frost (4. von li) diskutiert mit ihren Panel-Gästen über Transparenz in Sachen online Werbung. Foto: Jule Müller

Denkt doch mal jemand an die Kinder!

Nach dem letzten Workshop des Tages bin ich sehr erschöpft, doch im (jetzt wieder) Veranstaltungsraum startet gleich das Highlight des Tages: Das Panel „Transparenz – Was ist Werbung, was ist Meinung?“ mit interessanten Influencern, Juristen und Schwergewichten der Medienbranche als Gästen wird die unklare Linie zwischen Product-Placement und unverfänglicher Empfehlung scharf diskutiert.

Und so endet der erste Tag. Ich bin müde. Ich gehe ins Bett.

Autor: Carl Fenski

Carl ist weitgereister Abiturient und begeisterter Fußballfan. Er hat viele Ideen, wie er seine Leidenschaft zum Beruf zu machen will, aber noch wenig Skills in den Medien. Daher besuchte er die CCW18 um alles zu lernen, was es braucht.