Foto: Jule Müller
Foto: Jule Müller

Just aufgestanden, stehe ich unter der Dusche und putze Zähne. Springe raus, trinke eine halbe Tasse (für meine Zunge: zu) heißen Kaffee und schmiere eine Stulle für den Weg. Fahrrad aufschließen, heitere Musik zum Aufwachen, das Brot zwischen die Zähne und los. Noch auf dem Fahrrad checke ich, welchen Workshop ich gleich besuchen werde: „Mindfulness and Creativity for Content Creators“ bei Kevin Junk, Berliner Autor und Blogger.

Zunächst begrüßt er uns alle sehr herzlich und leitet dann seinen Workshop mit einer Meditation ein. Verschiedene Übungen, insbesondere Atemübungen und Techniken, wie open-monitoring oder focused-attention meditation lassen mich gleich danach deutlich besser fühlen – genau das Richtige nach diesem Morgen.

Beim Mindfulness Workshop lernen die Teilnehmer*innen sich entspannt zu konzentrieren. Foto: Jule Müller

Multitasking? Eins zu seiner Zeit

Das Prinzip dieser Übungen gilt es auch beim kreativen Schaffungsprozess anzuwenden.  Achtsamkeit ist das Stichwort – hilft bei Konzentrationsproblemen, hilft trotz der Einflüsse von Multimediageräten. Multitasking passt in dieses Prinzip ganz und gar nicht. Stattdessen kann es durch das richtige Vorgehen, das bewusste Lenken und Ablenken der Aufmerksamkeit in nur wenigen Schritten gelingen, deutlich produktiver zu arbeiten.

Als ich in der Mittagspause Dinge, die ich normalerweise gleichzeitig gemacht hätte, wie essen, trinken, reden, ins Handy schauen, getrennt voneinander mache, bleibt mir gar keine Zeit eine rauchen zu gehen, bevor die nächsten Workshops beginnen. Ganz gemeine Gesundheitsfalle..

Likes, Comments, Aufmerksamkeit – auch ohne seine Seele zu verkaufen.

Mit „A steht für Augen: Aufmerksamkeit anziehen mit Ästhetik und Authentizität“ möchte uns der Visual Designer und Künstler Andrew Sampson die Grundlagen von visueller Kommunikation erklären und an Beispielen wie der Stiftung „Alzheimer Nederland“ oder einem Ausschnitt aus Hichcocks „Vertigo“ zeigen, wie man seine Lieblingssprache überall anwenden kann, auch im Internet.

9 oder 6? Andrew zeigt, worauf es bei visueller Gestaltung ankommt. Foto: Jule Müller

<h2> Letzter Absatz</h2>

Zum Abschluss des Tages gilt es selber aktiv zu werden: Im Workshop „How to make your Blog look awesome“ der Bloggerin und Fotografin Barbara Cilliers sitzt jeder gebannt vor seinem Laptop und starrt in den Quelltext diverser Websites. Scheint manchmal gar nicht so schwer und Barbara ist das beste Vorbild: Sie hat sich alles selber beigebracht. Ganz nach dem Motto: Von guten lernen (copy) und auf sich selbst anwenden (paste). Fake it ’til you make it.

Autor: Carl Fenski

Carl ist weitgereister Abiturient und begeisterter Fußballfan. Er hat viele Ideen, wie er seine Leidenschaft zum Beruf zu machen will, aber noch wenig Skills in den Medien. Daher besuchte er die CCW18 um alles zu lernen, was es braucht.