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Als ich vor zehn Jahren mit meinem eigenen Blog iHeartBerlin begann, sah die Welt des digitalen Content noch ganz anders aus. Von hohen Reichweiten, Monetarisierungsmodellen, oder gar neuen Berufsbildern hatten wir Blogger der ersten Stunde nicht mal ansatzweise geträumt! Es gab nur wenige Referenzen im Netz. Vor allem im deutschen Raum existierten nur eine Handvoll Blogs. Das Prinzip des Blogs ähnelte einem Online-Tagebuch, oder wie es im technischen Bereich hieß: einem Logfile. In streng chronologischer Abfolge wurden Artikel mit aktuellem Zeitbezug veröffentlicht. Wenn man einen interessanten Blog entdeckt hat, konnte man ihn über den sogenannten RSS-Feed abonnieren und bekam so die neuesten Posts, ähnlich wie in einem Postfach, direkt zugestellt.

Es war die Zeit des direkten Zugriffs. Aber es war auch die Zeit der Vergänglichkeit. Sobald ein Artikel auf Seite 2 des Blogs gerutscht war, galt er eigentlich als vergessen.

Die postchronologische Ära

Mit dem Aufstieg der sozialen Netzwerke wie Facebook, YouTube, Twitter, Pinterest und Instagram erlebten die Blogs einen unheimlichen Aufschwung. Es wurde auf einmal viel einfacher, ein großes Publikum zu erreichen. Leser wurden zu Followern und somit zu einer Art Währung in einem neuen digitalen Zeitalter. Die chronologische Natur der Blogs wurde mehr und mehr aufgeweicht. Zum einen geschah dies durch die Übernahme der Algorithmen von sozialen Netzwerken, zum anderen durch die Weiterentwicklung der Blogger. Sie professionalisierten sich immer mehr und entwickelten redaktionelle Konzepte.

Die exponentiell wachsende Zahl der digitalen Publisher, aber auch die Umstellung der sozialen Netzwerke zu einer algorithmischen Auslieferung ihrer Inhalte stellte die Blogs vor neue Herausforderungen. Es fand ein Paradigmenwechsel statt. Kontinuität, Authentizität und Aktualität wurden überholt von Reichweite, Engagement und viralem Potenzial. Das hatte sowohl auf die redaktionellen Konzepte der Blogs als auch auf die Struktur und Verteilung digitaler Inhalte Auswirkungen.

Die Langlebigkeit des Content

Das Reichweite eines einzelnen Blogposts bei der ersten Veröffentlichung spielt heute die übergeordnete Rolle – jedoch nicht die einzige. Auf die Auslieferung durch die sozialen Netzwerke allein ist kein Verlass mehr. Suchmaschinen und die damit einhergehende Optimierung werden wieder wichtiger. Die Langlebigkeit eines Artikels ist dabei ein besonders wichtiger Punkt, der viel zu lange vernachlässigt wurde.

In meinem Workshop über „Langlebigen & erfolgreichen Content“ gehe ich nicht nur auf die oben beschriebenen Entwicklungen im Detail ein, sondern stelle auch Lösungsansätze, Strategien und Technologien vor, wie digitaler Content langlebig gestaltet und den eigenen Maßstäben des Erfolgs gerecht werden kann.

Für Buchungen des Workshops und Rückfragen steht das Blogfabrik-Team gern zur Verfügung.